15.12.2020: KDFB Adventsgottesdienst

Adventsgottesdienst mit Jahresabschluss des Kath. Frauenbundes St. Elisabeth

Da in diesem ungewöhnlichen Jahr 2020 auch keine Adventliche Stunde stattfinden konnte, trafen sich zahlreiche Mitglieder des Frauenbundes zu einem adventlichen Gottesdienst zum Thema „Verwurzelt sein“, den Monika Eckert zusammengestellt hatte. Texte daraus können hier nachgelesen werden.

Im Anschluss daran bedankte sich die Vorsitzende bei den Anwesenden für ihr Kommen, das Vertrauen und die Beständigkeit in dieser schweren Zeit der Pandemie.  Wirklich jedes Mitglied des Zweigvereines sollte in diesem Jahr 2020 eine Weihnachtstüte, gefüllt mit Lebkuchen, Kerze, Streichhölzern, Teebeutel, wunderbaren Gedanken zum Advent und zahlreichen guten Wünschen und Dankesworte, die Christine Hüttner in schriftlicher Form beigelegt hatte. Auch diese sind hier zu lesen.

Texte aus dem Gottesdienst

Der Prophet Jesaja vergleicht das Volk Israel mit einem Baum. Prächtig und stark war das Volk. Doch dann war von all dem nichts mehr da. Israel zerfallen, nur noch ein Baumstumpf. Der Prophet ermutigt sein Volk:  Die Wurzeln sind noch da. Erinnert euch an Gott! Er schenkt Leben und Zukunft! Aus dem Baumstumpf Isai – Isai war der Vater des großen König David – brach ein kleiner Trieb hervor. Aus der Familie des Königs David wurde ein Kind geboren. Jesus war dieses Kind, dieser Trieb.

Wurzeln – ausgestreckt in der Erde, in die Tiefe gewachsen, verzweigt und verankert im Boden. Sie geben einem Baum Halt und Standvermögen, wie Lebensadern. Von der Erde, vom Lebensgrund holen sie Wasser und Nährstoffe und ermöglichen so dem Baum das Wachsen. Nur was Wurzeln hat kann wachsen.

Ahnenforschung ist heute wieder in Mode gekommen. Menschen suchen nach ihren Vorfahren, wollen wissen, wo sie herkommen, suchen nach ihren Wurzeln. Einen Raum und Grund, wo wir uns verwurzeln können, wo wir Halt finden, woraus wir Kraft schöpfen können. Nur wer Wurzeln hat, kann wachsen und sein Leben entfalten.

Als Christen glauben wir, dass Gott der Urgrund allen Seins ist. Dieser Gott macht sich klein, in einem Kind wird er für uns sichtbar. Er wird zur Wurzel, durch die wir Menschen Halt finden, durch die wir Kraft schöpfen.

Die Adventszeit hat uns als Kinder bestimmt alle sehr bewegt.  und sie tut es auch heute noch. Wenn wir die wunderbaren Texte aus der Bibel hören und Adventslieder singen, dann regt sich in uns eine tiefe Sehnsucht, dass unser Leben heil werde und dass Gott diese Welt mit seinem Frieden und seiner Liebe erfüllt.

      Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind,

      auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.

                  Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus,

                  geht auf allen Wegen, mit uns ein und aus.

      Ist auch mir zur Seite, still und unerkannt,

      dass es treu mich leite, an der lieben Hand.

Der Text wurde 1837 von Wilhelm Hey, einem ev. Pastor geschrieben. Unzählige Male wurde dieses Lied gesungen.

Vieles gehörte und gehört in dieser Weihnachtszeit zusammen in den Kinderherzen, aber nicht nur in den Herzen der Kinder. Geschichten vom Hl. St. Martin, vom Bischof Nikolaus, von der Hl. Barbara, von Lucia, der Heiligen des Lichts, vom Hl. Stephanus und den heiligen drei Königen. Der Christbaum, die Krippe, Gebete mit Mama, Papa oder Oma, Opa vor dem Schlafengehen. Viele Wurzeln, die sich durch unser Leben zogen und noch ziehen.

 

Liebe Frauen unseres Frauenbundes St. Elisabeth

Zuerst möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken für Ihre Treue und Verbundenheit zu unserem Frauenbund. Ein herzliches Vergelt´s Gott für die vielen gesprochenen Worte der Aufmunterung, für die lieben mutmachenden Briefe und Ihre Spenden, die Sie uns im vergangenen Jahr haben zukommen lassen.

Während wir auf eine neue Normalität warten, wissen wir spätestens seit Mitte November, dass die Zeiten alles anderes als normal sind. Längst haben wir begriffen, dass die Corona-Pandemie mehr verlangt als regelmäßigen Applaus.

Es sind besondere Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. In dieser rasanten Entwicklung den Überblick zu bewahren ist anstrengend und manchmal schier unmöglich. Das hohe Maß an Flexibilität, das von uns allen abverlangt wird, ist zudem kräftezehrend und demotivierend.

Aber seien Sie gewiss, wir geben nicht auf und lassen uns nicht entmutigen!

Deshalb ein herzliches Vergelt´s Gott an alle, die sich im vergangenen Jahr bemüht haben, unseren Frauenbund in vielfältiger Weise zu unterstützen.

Vergelt´s Gott an unsere Gruppenleiterinnen:

Frau Rosemarie Meier:

sie konnte 11-mal mit jeweils 10-15 Frauen im Garten ihre Seniorengymnastikstunde abhalten.

Für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ hat Rosemarie 28 Pakete mit Spenden und Stricksachen der KDFB-Gymnastikgruppe nach Osteuropa versandt.

 

Frau Monika Eckert:

Leiterin unserer Yogagruppe, konnte 15 Trainingsstunden im Freien abhalten.

Außerdem organisierte Monika die Gestaltung unserer Gottesdienste, die wir im November (verbunden mit den Ehrungen für unsere langjährigen Mitglieder) und im Dezember feiern durften. Auch für Januar ist ein Jahresanfangsgottesdienst am 19.01.2021 zum Thema „Wüstenzeiten des Lebens“ geplant.

Vergelt´s Gott an Frau Monika Meier, Leiterin unserer Mutter-Kind-Gruppe, für ihr Engagement, auch wenn Sie coronabedingt keine Gruppenstunden abhalten durfte.

Vergelt´s Gott auch an Frau Maria Hammer, sie übernimmt unermüdlich unsere Geburtstagsgratulationen.

Vergelt´s Gott an unseren Führungskreis und unsere Vorstandschaft, wir stellen uns den Herausforderungen und suchen immer wieder nach Lösungen neue Wege zu gehen.

An dieser Stelle ein Vergelt´s Gott an Frau Theresa Büllesfeld, sie hatte die wunderbare Idee für die Weihnachtstüten, die alle unsere Mitglieder mit diesem Schreiben als kleines Geschenk erhalten.

Wir wünschen Ihnen liebe Frauen unseres Frauenbundes St. Elisabeth weiterhin Mut, Zuversicht und Kraft und schicken ein ganz herzliches Vergelt´s Gott für Ihr Mitdenken und Mitfühlen zum Wohle unserer Frauenbundgemeinschaft.

Allen ein frohes, friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes und gesegnetes Neues Jahr.

 

Ihre Vorstandschaft

Christine Hüttner, Edith Weinhart, Angelika Raithel-Stich und Ursula Stemmer.

Bilder und Text Eckert